Oberflächensondierung und Flächenräumung

Kampfmittelnachsuche

Im Vorfeld von Baumaßnahmen jeglicher Art in kampfmittelgefährdeten, frei begehbaren Gebieten empfiehlt sich grundsätzlich die Durchführung einer Kampfmittelnachsuche durch Oberflächendetektion. Auf diese Weise können potenzielle Munitionsüberreste aus den beiden Weltkriegen rechtzeitig erkannt und damit das Unfallrisiko erheblich reduziert werden.

Flächensondierung

I.d.R. werden alle begehbaren Flächen bis etwa 3ha von uns mit einem ferromagnetischen 5-Kanal GPS System untersucht. Größere Flächen erkunden wir mit einem 4m breiten 8-Kanal Trägersystem, das von einem PKW gezogen wird. Kleinstflächen oder schwieriges Gelände können auf Wunsch mit handgeführten 1-Kanalsonden mit oder ohne EDV und GPS aufgezeichnet werden.

Punktuelle Sondierung, Bohrpunktefreigaben und Kampfmittelräumungen

Punktuelle Sondierungen, wie sie beispielsweise für Bohrpunktfreigaben notwendig sind, werden mit Einkanal-Foerster bzw. Vallonsonden durchgeführt. Werden im Rahmen dieser Sondierungsarbeiten ferromagnetische Objekte im Untergrund ermittelt, sollten diese unter Aufsicht eines unserer staatlich geprüften Feuerwerker nach Möglichkeit per Hand oder mithilfe des firmeneigenen Minibaggers nachgegraben und identifiziert werden. Sollte es sich bei den Befunden um Kampfmittel oder Teile hiervon handeln, werden diese in Zusammenarbeit mit den ländereigenen Sprengkommandos bzw. den Staatlichen Kampfmittelräumdiensten entsorgt.

Auch in diesem Fall jedoch muss klar gestellt werden, dass das Messergebnis einer Oberflächensondierung, die nach Herstellerangaben bis 6m erreichen kann etwa zur punktuellen Bohrpunktefreigabe nur dann ausreicht, wenn keine umfangreichen Anomalien im Oberboden vorhanden sind. Sollten dort viele Schrottstörer, Leitungen, Bewährungsstahl, Gleise, Bauwerke, Zäune usw. im unmittelbaren Umfeld vorhanden sein, ist die Reichweite der Oberflächendetektion eben oft nicht ausreichend und damit auch nicht sicher genug. In diesem Fall sollten zur Sicherheit Bohrungen (Tiefensondierungen) ausgeführt werden.

Flächenräumungen

Allen Flächenerkundungen sollte in Baufeldern, in denen eine Kampfmittelgefährdung nicht ausgeschlossen werden kann, die Befundräumung folgen. Hierfür stehen uns 7 firmeneigene Bagger, 1 Radlader, 1 Dumper, die benötigte Sozialeinrichtung und zahlreiche Kampfmittelsonden zur Verfügung. Mit Stand September 2015 wurde die Panzerung unserer Bergegeräte gem. den Auflagen der BG Bau beauftragt.